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I always wonder why birds choose to stay in the same place when they can fly anywhere on the earth...then I ask myself the same question. - K.U.A.L.A. L.U.M.P.U.R

10.03.2013 09:27

Und dann flog ich einfach mal weg; weg von meiner Familie, weg von meinen Freunden, weg von der gewohnten Umgebung, weg von dem Platz auf der Erde, an dem ich die letzen 22 Jahre meines Lebens verbracht habe – weg von Z.U. H.A.U.S.E.

… In ein Land, in dem eigentlich einfach Alles anders ist; fremde Umgebung, neuer Arbeitsplatz, neue Aufgaben, eigener Haushalt, tropisches Klima, fremde Kultur, fremde Menschen… Ein Land ohne Jahreszeiten und 7 Stunden Zeitverschiebung zu Deutschland – Malaysia.

„Was tun, wenn es mir überhaupt nicht gefällt?“

„Was tun, wenn ich mich einsam fühle und Heimweh haben werde?“

„Was tun, wenn mich meine neue berufliche Herausforderung überfordert?“

„Was tun, wenn ich Angst habe?“ und

„Was tun, wenn mir etwas passiert? Wer ist dann da und hilft mir?“

…. Alles Fragen, die mich vor und während der ersten Tage meiner Reise begleitet und beschäftigt haben.

H.E.R.A.U.S.F.O.R.D.E.R.U.N.G

DAS Stichwort mit dem die Reise ins Unbekannte begann.

Mittlerweile bin ich schon fast 7 Monate weg von Zu Hause und habe bereits mehr als ¼ meiner Zeit in einem anderen Land gemeistert. Dies möchte ich nutzen, um Euch einen kleinen Einblick in die vergangene Zeit zu geben und meine Eindrücke mit Euch zu teilen.

Ich  muss sagen, dass es mir zu Anfang wirklich schwer gefallen ist, komplett auf mich allein gestellt zu sein und zu wissen, dass das die nächsten 2 Jahre so bleiben wird. Die ersten Tage habe ich mich richtig unwohl gefühlt und wollte am liebsten wieder nach Hause. Alles war neu, ungewohnt und anders. Diese Phase ging allerdings erstaunlich schnell vorbei. Nach bereits 2 Wochen bin ich vom „Company Apartment“ in meine eigene Wohnung gezogen, habe den ersten Mietvertrag meines Lebens unterschrieben und es fühlte sich gut an. Gut und richtig. Meine Wohnung trägt einen enorm großen Teil zu meiner Allgemeinzufriedenheit hier in Kuala Lumpur bei. Ich fühle mich so unfassbar wohl, sicher und zu Hause hier. Ich genieße jede Minute in meiner Wohnung und schlafe hier so gut wie noch an keinem Ort der Welt. Jeden Morgen freue ich mich, unter meine Regendusche zu duschen, mit direktem Blick auf die wunderbaren Twin Towers.

Und so hat sich nach und nach der Alltag in mein Leben eingebürgert. Jeden Tag um 8 Uhr fahre ich ins Office, welches im 21. Stock des IBM Towers ist – mit Dachterasse und Blick auf das wunderschöne Zentrum Kuala Lumpurs. Gegen 19 Uhr fahre ich wieder nach Hause, lasse den Abend im Fitnessstudio, im Pool oder einfach nur bei einem leckeren Dinner ausklingen. Ein schöner Alltag. Einfach, aber schön.

Die  Arbeit hat mich anfangs sehr überfordert. Von der einfachen Ausbildungszeit hin zu einem 12 Stunden Tag, neue Aufgaben, fremde Kultur, und unfassbar hohen Ansprüche. Nicht nur einmal dachte ich „Das war’s, ich hau ab…“. Es war keiner da, der mir Dinge erklärt hat. Einlernphase? Gibt es nicht. Von Anfang an hatte ich die Verantwortung für 6 Länder, musste ohne Markt- und Saleserfahrung über Rabattsätze und Preislisten entscheiden.

Asia Pacific – die größte Verkaufsregion B.Brauns mit insgesamt 18 Ländern. 18 Länder, 39482 Ansprechpartner, Namen, die ich nicht mal in nüchternem Zustand aussprechen könnte und alle erwarten von dir, dass du die Welt retten kannst, nur weil du aus Deutschland, dem Center of Excellence von Aesculap kommst.

Ich habe mich wirklich oft gefragt, ob ich die Erwartungen meines Chefs, meines Teams und der Länder erfüllen kann und wie lange es dauern wird bis ich endlich etwas von dem verstehe, was ich den ganzen Tag mache.

Jetzt, nach 7 Monaten, kann ich sagen dass ich (hoffentlich) das Schlimmste hinter mir habe. Die Arbeit macht mir unglaublich viel Spaß – ich habe mir mein eigenes Netzwerk aufgebaut, mich etabliert und werde endlich als Mensch und nicht mehr als Weltenretterin angesehen.

Ich habe gelernt „Nein“ zu sagen, gelernt zu delegieren und vor allem gelernt, in Stresssituationen ruhig zu bleiben und mir immer wieder klar zu machen, dass auch ich nur 2 Hände habe.

Momentan könnte ich mir keinen besseren Job vorstellen. Die anfänglichen Zweifel mich jemals an einen 12 Stunden Tag gewöhnen zu können sind verschwunden – viel mehr macht es mir sogar Spaß, lange im Office zu sitzen. Umso länger der Tag, umso mehr Arbeit, desto besser fühle ich mich abends wenn ich zu Hause bin. Das Gefühl, jeden Tag etwas Neues zu lernen, zu erreichen und anderen Menschen davon etwas abzugeben ist einfach ein Gefühl das einem KEINER nehmen kann.

Ich bin wirklich froh und auch stolz auf mich selbst, dass ich das ganze bisher trotz allen anfänglichen Schwierigkeiten durchgezogen habe. Ich habe es durchgezogen ohne mit jemandem über meine Ängste und Zweifel geredet zu haben, hab mir immer wieder selbst Mut zugesprochen und die negativen Dinge aus positiver Sicht betrachtet.

D.E.N. H.E.R.A.U.S.F.O.R.D.E.R.U.N.G. S.T.E.L.L.E.N.

Meine Wochenenden verlaufen so ziemlich gleich wie in Deutschland, nur vielleicht noch ein bisschen schlimmer:

Dinner – Clubbing – ein paar Stunden Schlaf – Poolsession – Lunch – Cleansession – Dinner – Clubbing – ein paar Stunden Schlaf – Poolsession – Lunch – Shopping – Dinner

Das Weggehen in Kuala Lumpur ist einfach soooo gut. Das liegt zum Großteil an den Leuten, die ich hier kennengelernt habe. Eine bunt gemischte Clique aus UK’lern, Schweden und Australien. Unkompliziert und einfach nur unübertrefflich. Dann habe ich ziemlich zu Anfang n Mädel kennengelernt die quasi dasselbe macht wie ich und auch aus Deutschland kommt. Mit ihr verbringe ich auch ziemlich viel Zeit und dadurch dass sie eben auch Deutsche ist, ist es doch nochmal was anderes als bei den Englischsprachigen. Man fühlt sich einfach ein bisschen mehr „Zu Hause“ – und darüber bin ich wirklich froh.

So sieht eine 7 Tage Woche in Kuala Lumpur aus… Wie auch schon in Deutschland bin ich kaum zu Hause und versuche einfach alles mitzunehmen was mitzunehmen ist.

Das Reisen spielt für mich hier auch ne ziemlich große Rolle – in Asien gibt es einfach so unglaublich viel zu entdecken und was gibt es Schöneres, als in einer fremden Stadt aufzuwachen und die Welt zu erobern?

Bangkok, Ko Phi Phi, Bali, Singapur, Langkawi, Phuket und natürlich Malaysia hab ich schon durch.

Meine nächsten Reisepläne sind Langkawi im Mai, Deutschland im Mai, Hong Kong im Juni und Singapur, Bangkok und Koh Samui im August.

Für nächstes Jahr steht auf jeden Fall Australien und die Philippinen auf dem Plan und dann mal schauen was sich sonst noch so ergibt.

Mein Reisepass gewinnt immer mehr an Immigration – Stempel, meine gesammelten Flugtickets häufen sich und mein Laptop explodiert aufgrund der ganzen Bilder. Und ich selbst gewinne natürlich am meisten aus den Reisen. Erfahrungen, Eindrücke, fremde Kulturen, fremde Menschen, die schönsten Sky Bars, verschiedene Hotels, typisches Essen und einfach das Gefühl der Unabhängigkeit.

I.H.A.V.E. L.E.F.T.M.Y.H.E.A.R.T.I.N.S.O.M.A.N.Y.P.L.A.C.E.S

Was ich hier nicht auslassen möchte, ist ein ganz ganz ganz großes Dankeschön an all meine Liebsten in Deutschland.

Bevor ich gegangen bin, hab ich immer und immer wieder gehört „Oh, ich komm dich auf jeden Fall besuchen“ oder „Wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt“…

Ich habe mir aus diesen Sprüchen eigentlich nicht wirklich viel erhofft, viel mehr hatte ich mich damit abgefunden, dass der Fall „Aus den Augen aus dem Sinn“ bei 50 % meiner Kontakte eintreffen wird und ich vielleicht 1 mal Besuch im Jahr bekommen werde.

In dieser Sache habe ich mich getäuscht. Der Kontakt zu meinen Freunden ist in fast allen Fällen besser als je zuvor, sie geben mir damit, dass sie einfach nur „da“ sind, so viel Unterstützung und auch Kraft das hier durchzuziehen. Ich habe ca. alle 2 – 3 Monate Besuch – auch von Menschen von denen ich nie dachte dass sie mich jemals besuchen kommen würden.

Und das Gefühl, dass in Deutschland so viele Menschen auf einen warten ist einfach nur unersetzlich.

D.A.N.K.E. <3

Zum Schluss möchte ich euch die  Highlights der letzen paar Monate in ein paar Bildern wiedergeben…

 

Hangover Skybar - Bangkok

 

Skyline - Singapore

Petronas Towers - Kuala Lumpur

Skyline by night - Singapore

 

 

Skyline & KL Tower - Kuala Lumpur

 

 

 

B.Braun Annual Dinner - Kuala Lumpur, Mariott

Skyline by night - Singapore

Luna Skybar - Kuala Lumpur

 

Tanah Lot Temple - Bali

 

Beach - Bali

 

 

Tuk Tuk - Bangkok

Kuta Beach - Bali

Nature - Bali

KL Pavillion - Kuala Lumpur

Sunset - Phuket

Koh Phi Phi - Thailand

Koh Phi Phi - Thailand

Animal Zoo - Kuala Lumpur

Jeany in KL - Kuala Lumpur

Batu Caves - Kuala Lumpur

Koh Phi Phi - Thailand

Koh Phi Phi - Thailand

Maya Bay - Thailand

Petronas Towers - Kuala Lumpur

Petronas Towers by night - Kuala Lumpur

Skyline - Kuala Lumpur

Kuala Lumpur

Sunset - Kuala Lumpur

Nun hoffe ich dass es euch, wo auch immer ihr gerade seid auf dieser Welt, gut geht und ihr genauso oft an mich denkt wie ich es an euch tue.

Ganz viel Liebe vom anderen Ende der Welt!

Meike

Bali & more

22.11.2012 15:32

Hallöchen meine Lieben :)

 

Ich habe gerade mit Erschrecken festgestellt, dass es schon über 1 Monat her ist, seit dem ich das letzte Mal geschrieben habe - höchste Zeit das zu ändern. Ich wollte euch sowieso noch von meiner Reise nach Bali berichten...

Letzte Woche hatten wir eine kurze Woche hier in Kuala Lumpur. Wir hatten 2 Feiertage, Di & Do - welche sich "Deepavali" nannten. Deepavali ist für die Inder hier quasi wie für uns Weihnachten - also ein ziemlich großes Fest. Daher hatten auch die meisten hier die komplette Woche frei. Ich habe Montag gearbeitet, Dienstag hatte ich frei, Mittwoch gearbeitet und abends sind wir dann nach Bali geflogen (Do war frei & Fr habe ich frei genommen.)

Dass wir mal wieder mit AirAsia geflogen sind und dass das mal wieder ein ziemlich witziges Erlebnis war, brauch ich euch nicht erzählen, da es langsam sowieso zur Gewohnheit wird. Unser Flug hatte - wie immer - ein wenig Verspätung, als wir dann letztendlich nach 3 Stunden Flug um ca. 0 Uhr auf Bali ankamen.

Unser Hotel war in Kuta, der bekannte Ort für Touristen in Bali. Wir haben damit ein mega Schnäppchen gemacht; 4 Sterne, wunderschönes Zimmer, toller Pool und wenn ich mich nicht täusche erst seit 2 Jahren offen ... Und das alles für 50 € pro Person für 4 Nächte.

Kuta an sich kann ich eigentlich ziemlich gut beschreiben: Lloret de Mar für 22 - 30 jährige. NUR Touristen, vor allem Surfer, Backpacker, Reisende (hauptsächlich in meinem Alter), 70 % davon waren meiner Meinung nach auf Drogen & betrunken, 20 % nur betrunken und die restlichen 10 % halt einfach von Natur aus verstrahlt.

In der berühmten "Legian Street" in Kuta, in der sich quasi das ganze Leben dieser kleinen Stadt abspielt, fahren 24 Stunden unfassbar viele Taxis & Motorräder. Diese hupen ununterbrochen und da die Straße ziemlich eng ist (Einbahnstraße), benutzen diese auch gerne mal den Gehweg, falls auf der Straße zu viel Stau ist. Ich hatte Glück, dass ich nicht auf Drogen war, anderenfalls hätte ich nun vermutlich keine Füße mehr, weil sie mir ein Motorradfahrer abgefahren hätte, oder so. Echt krank die Leute dort.

Nun komme ich noch ganz kurz zum Nachtleben in Kuta, welches eigentlich echt richtig fresh wäre, wenn da nicht alle Menschen auf Drogen wären. Wenn die Jungs ihr Oberteil noch anhaben, ist das eine Ausnahme, denn fast alle Männer dort laufen ohne Shirt und teilweise auch ohne Flip Flops rum, weil sie diese vermutlich verloren haben... (Aufgrund der "Mushrooms", wie sich die berühmten Drogen dort nennen.) Apropos Mushrooms... Man läuft durch die berühmte "Legian Street" und nach 5 Minuten hat man ungefähr 30 mal den Satz: "Yes, darling, Mushroom? Cheap price!" gehört. Manchmal haben die mich sogar angefasst & ich habe die Menschen dort von Tag zu Tag mehr angeschrien, weil es nach 2 - 3 Tagen einfach nur ankotzt.

 

...Nun zum schönen Teil Balis :) Bali hat wunderschöne Strände. Ich beginne mal mit dem "Kuta Beach" in Kuta selbst, welcher schon traumhaft schön ist (...von den vielen Touristen war hier komischerweise kaum etwas zu sehen).

Was mich unglaublich fasziniert hat, waren die starken & hohen Wellen auf Bali. Man kann sich eigentlich 0 dagegen wehren und landet, selbst wenn man nur bis zu den Knien im Meer ist, unter einer großen Welle. Salzwasser habe ich in denen 4 Tagen zu Genügen schmecken dürfen.. :)

Für Surfer ist das natürlich das Paradies - deshalb ist Bali ja auch bekannt fürs Surfen. Wenn ich das nächste Mal die Gelegenheit habe etwas länger dort zu bleiben überlege ich mir, einen kurzen Surfkurs zu machen... Hat mich unglaublich gereizt, als ich die ganzen Surfer beobachtet habe.

Nun folgen noch ein paar Eindrücke vom "Kuta Beach":

Am zweiten Tag haben wir einen 1 - Tagesausflug gemacht. Ich habe erwartet, dass uns ein Bus abholt und wir mit einer großen Reisegruppe auf Tour gehen - aber ich habe mich getäuscht. Hier ist es wohl normal, dass man einen persönlichen Taxifahrer hat, der einen den ganzen Tag zu den verschiedenen Orten bringt - was natürlich vorteilhaft ist weil wir eindeutig flexibler waren...

Auf dem Programm standen:

Die berühmten Wasserfälle

Monkey Forest, Reisplantagen, Kaffeplantagen & zum Schluss noch der berühmte Tempel "Tanah Lot", bei welchem wir den wohl schönsten Sonnenuntergang meines Lebens sehen konnten.

Ach, und ich hab gesehen wie Ananas wachsen :)

Abends hatten wir dann noch ein Seafood - Dinner & anschliessend haben wir das Nightlife genossen.. AACH und ganz wichtig zu erwähnen, ich lauf durch die "Legian Street", ein total leckeres Eis in der Hand, völlig in Gedanken und die Aufmerksamkeit nur meinem Eis gewidmet, als ich plötzlich höre, dass jemand meinen Namen ruft... Ich drehe mich um und wen sehe ich ? Ein Tuttlinger. Ein Tuttlinger auf Bali in Kuta. Strange!!! Die Welt ist so klein...

Am nächsten Tag haben wir nochmal einen Halbtagesausflug zum Uluwatu Tempel gemacht, bei welchem wir ebenfalls einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben durften.

Joa & viel mehr gibts zu Bali eigentlich gar nicht zu sagen... Am Sonntag war ich heftig shoppen - und zwar Winterklamotten :) Shoppen kann man auf Bali unfassbar gut - dort gibt es ein Einkaufscenter direkt neben dem Strand ("Beachwalk"), in welchem ich einfach mal wieder komplett alles um mich herum vergessen habe - ausser meine Kreditkarte :)

Fazit Bali: Schön & empfehlenswert, aber ich persönlich würde nicht mehr nach Kuta gehen - viel zu touristisch!

Die Strände haben mich überzeugt, aber da seit ich in Thailand auf den Phi Phi Inseln war, kann mich irgendwie nichts mehr so richtig umhauen - das war nach wie vor der schönste Platz an dem ich war.

 

Meine nächste Reise - und ich bin sowas von stolz das zu sagen - geht nach GOOD OLD GERMANY und zwar nach Tuttlingen. Cool, was? Also ich finds hammer, besser als Bali, Thailand, Singapur & alles andere zusammen. Ich freu mich auf meine Familie, auf meine Freunde, auf frische Luft & Brezeln. Ja, Brezeln sind wohl das Einzige, was ich hier in KL so wirklich vermisse (was das Essen betrifft).

Mein Flug geht am 21.12. um 0 Uhr Zeit KL und ich werde am 22.12. um 6.25 Uhr Zeit DE in Frankfurt landen. UND meine Butterbrezel genießen. :)

 

Ansonsten ist mein Leben relativ unspektakulär. Unter der Woche bekomme ich eigentlich gar nicht viel mit, da ich meistens 13 Stunden im Office bin. Die Arbeit ist nach wie vor stressig, stressiger als je zu vor und ich denke das war auch noch lange nicht alles, aber es ist wahnsinnig herausfordernd und es ist spannend zu sehen, wann ich an meine Grenzen stoße und wenn ich an diese stoße, dass ich trotzdem noch weitermachen kann.

Ich bin ziemlich glücklich & zufrieden mit dem was ich tue, trotz dass sich eine andere Hälfte in mir nach "weniger Verantwortung und Stress" sehnt. Aber ich schätze dass das normal ist, schließlich komme ich direkt aus der Ausbildung und wurde die letzten 3 Jahre quasi richtig verwöhnt.

Lustig ist, dass von meinem eigentlichen Job hier, nämlich der Assistenzstelle für den Head of Asia Pacific, nur noch relativ wenig übrig geblieben ist. Viel mehr arbeite ich momentan in strategischen Projekten mit, leite viele dieser selbst, führe diverse Veränderungen / Neuheiten ein und was mich am meisten Zeit kostet, meine Zuständigkeit für die Entwicklungsländer der asiatischen Region. Es wird wohl noch einige Zeit dauern bis ich mich komplett in alles einarbeiten konnte, da einfach so viele neue Sachen auf mich gekommen sind. Und auch das "internationale Geschäftsleben" zeigt sich teilweise als eine kleine Hürde, die ich noch zu überspringen lernen muss. Aber nichts desto trotz, ich hab Spaß, gehe gern zur Arbeit und bin auch motiviert mehr zu erfahren, mehr zu lernen und mich durchzukämpfen.

Meine Wochenenden bestehen dann meistens NUR aus feiern. Ich brauche das Feiern NOCH mehr als zuvor, weil ich einfach von dem Stress der Woche wegkommen will.. Und das geklingt mir auch immer sehr gut. Das Nachtleben in KL ist nach wie vor das Beste! :) Man geht weg, freut sich auf einen Abend, hat aber keine Ahnung mit wem man diesen Abend genau verbringen wird oder wie viel neue Leute man danach kennengelernen wird. Das ist quasi wie ins Kino gehen, ohne zu wissen welchen Film man sich anschauen wird.. Einfach gut :)

Das Essen ist nach wie vor.. Einfach vieeeeeeeeeeel zu lecker & das Schlimme ist, dass ich jedes Wochenende ein neues, tolles Restaurant entdecke. Dafür geh ich aber auch 3 mal die Woche ins Fitnessstudio und renne 5km in 30 Minuten - ja, ich muss das erwähnen, weil ich echt stolz bin!

 

So, ich hoffe dass ihr in Deutschland noch nicht erfroren seid & es euch genauso gut geht wie mir!

Ich vermisse euch, bin gleichzeitig aber total froh zu sagen: WIR SEHEN UNS IN WENIGER ALS 4 WOCHEN!

Liebe Grüße, Küsse & Umarmungen aus Kuala Lumpur,

Meike

 

 

Bangkok & more

17.10.2012 16:35

Hellou ihr Lieben am anderen Ende der Welt,

wir haben nun 22.39 Uhr in KL, es regnet in Strömen, donnert so laut, dass ich meine Musik fast nicht mehr höre und blitzt so hell, dass ich trotz dass alle Lichter in meiner Wohnung aus sind, trotzdem noch alles sehr gut sehen kann - Herzlich Willkommen in der Regenzeit in Kuala Lumpur.

Zur Zeit ist es richtig krass; ich glaube seit 2 Wochen gab es keinen Tag, an dem wir kein heftiges Gewitter bzw. Regen hatten. Aber mir ist das eigentlich relativ egal, ich bin sowieso den ganzen Tag im Büro oder in der Mall und bekomme daher gar nicht viel davon mit :)

Am Wochenende waren wir ja, wie schon im letzten Blog angekündigt, in Bangkok. Ja, wo soll ich anfangen?

Ich glaube ich kann die Stadt in 3 kurzen Worten ganz gut beschreiben: DRECKIG, LAUT, STINKIG

Ich beginne mit "dreckig", da so auch mehr oder weniger unsere Ankunft in BK begonnen hat. Wir sind aus dem Flughafen rausgelaufen und wurden erst mal von einer riesen Nebelwolke empfangen. Später stellte sich heraus, dass die "Nebelwolke" einfach mal über komplett ganz BK herrscht, also die Stadt quasi von Smog und Abgasen umkreist ist. Richtig heftig. Es ist wirklich so, dass man beim Ein- und Ausatmen richtig spürt, wie das Gift die Lunge runtergeht...

"Laut" ist es deshalb so sehr, weil in BK wohl der krasseste Verkehr herrscht, den ich je gesehen habe. Überall Autos; rosa, blau, grün... Busse, die aussehen als seien sie aus dem 1. Jahrhundert...und Taxen, Taxen, Taxen - wo man hinschaut. Und was passiert, wenn Millionen von Autos auf einem Haufen sind und keine Verkehrsregelung herrscht? Es wird gehupt. Ich glaube, für die Menschen dort ist das Hupen wie Radio hören, oder so.

... Und was ich am "Schlimmsten" fande, ES STINKT SO SEHR. Es stinkt nach einfach nach Allem - nach Abgasen, nach Müll, nach Scheiße...

So - und jetzt die gute Seite von BK... Ich fand das Alles gar nicht schlimm. ich meine, ich habe mich darauf eingestellt, dass die Stadt sehr busy sein wird und dazu auch mega dreckig. Von dem her... Meine Erwartungen haben sich bestätigt und was den Gestank angeht, dieser hat meine Erwartungen definitiv übertroffen.

Wir hatten aufgrund unserer Erwartungen an BK bewusst ein relativ schickes Hotel gebucht, in welchem wir uns auch echt wohl gefühlt haben. Die Zimmer waren sehr edel, das Bad war sauber und das Frühstück war so unfassbar lecker :)

Am Samstag haben wir den Tag damit verbracht, mit sogenannten "Tucktucks", die dort mehr oder weniger den Taxen Konkurrenz machen, die Stadt zu erkunden. Damit ihr euch diese Teile auch bildlich vorstellen könnt, bitteschön:

Auf dem Programm stand unter Anderem der "Golden Buddha":

Die "Siam Square", welche als das Zentrum BK's bekannt ist:

Und eine Bootsfahrt, auf welcher wir sehen konnten, wie die Menschen in BK teilweise leben müssen...

Dieser Anblick hat mich wirklich geschockt. Die Menschen leben teilweise direkt am Wasser auf kaputten Holzstegen, die teilweise schon halb am Einkrachen sind. Die "Hütten" haben zum Teil keine Fenster und Dächer, sodass es während der Regenzeit doch ziemlich nass werden kann...

Der Unterschied zwischen arm und reich ist gerade in BK ziemlich krass zu sehen.

Unser Abendprogramm war der krasse Kontrast zum Tag: Wir haben beschlossen, es uns mal richtig gut gehen zu lassen und sind im Dome - Tower zum "Sky Dining" gewesen. Kurz gesagt, wir haben im 64. Stock, mit Blick über Bangkok bei Nacht, bei Geigenmusik ein 6 Gänge - Menü genossen.

Was ich euch hierbei nicht vorenthalten möchte, ist die Vorspeise: "Carbonara Exlosion".

Das war wohl das leckerste Pastagericht, das ich je gegessen habe. Teigtaschen, gefüllt mit einer unfassbar köstlichen Carbonarasoße. yummi :)

Die Hauptspeise war dann Folgende und vom Nachtisch hab ich leider kein Bild, da wir eigentlich keine Bilder machen durften..:

Anschliessend sind wir in die Skybar, die direkt neben an ist, um noch ein paar Cocktails zu uns zu nehmen...Und das alles mit Blick über Bangkok by Night - wunder, wunder, wunderschön!

Den Sonntag haben wir dann endlich mit meiner Lieblingsbeschäftigung verbracht - dem Shoppen. Mir wurde ja gesagt, dass BK DAS Shoppingparadies ist, aber das es SO TOLL ist, hätte ich wirklich nicht gedacht.

Wie einfach jeder einzelne Laden, jeder einzelne Stand, wie für mich gemacht war und genau meinem Geschmack und Stil entsprach... Und das alles für schlappe 10 Euro für ein Teil. Ich hab mich quasi todgehoppt. Es hatte glaube ich um die 40 Grad, die Luft stand einfach nur, ich hab geschwitzt aber es war mir egal, weil ich einfach alles um mich herum vergessen habe... :) Das Resultat des Tages:

Ja, das war also Bangkok :) Was soll ich sagen? Die Stadt ist auf jeden Fall empfehlenswert, es gibt wunderschöne Tempel von denen wir leider nur sehr wenig gesehen hat, man kann unfassbar gut und günstig shoppen und wirklich sehr, sehr lecker Essen gehen.

Auf was man sich definitiv einstellen muss ist eine krasse Hitze, eine hohe Luftfeuchtigkeit, sehr viel Abgase, Gestank, Dreck und sehr viel Tourismus.

 

So, nun komme ich noch zu meinem "... & more" - Teil des heutigen Blogs :)

Mir geht's hier nach wie vor echt total gut! Die Arbeit ist stressig, fordert mich extrem, aber macht gleichzeitig auch echt wahnsinnig viel Spaß!

Letzte Woche bin ich unter die Hausfrauen gegangen - ich habe mir n Staubsauger und einen extrem coolen Wischmop gekauft (der sogar lila ist!), mit welchen ich gestern und heute echt  viel Spaß hatte.

Gestern hab ich beschlossen "kurz" die Wohnung durchzusaugen... Ja ja, kurz. :) Ich habe glaube ich ne Stunde gebraucht, den Staubsauger zusammenzubauen und die englische Gebrauchsanleitung hat halt auch nicht gerade geholfen. Als ich dann endlich staubsaugen konnte, wurde der Staubsauger sooo heiß, dass ich dachte er würde gleich explodieren. Oh man, ich fühl mich manchmal echt wie ne richtige Blondie, obwohl ich zur Zeit eher in den Braunton wechsle, zumindest am Ansatz :)

Heute hab ich mich dann an den Wischmob rangemacht, was ebenfalls ein Abenteuer war. Trotz dessen, dass er lila ist, macht er noch nicht ganz so was ich will. Aber er hat eine "Spin-Funktion" und die gefällt mir total... Aber gut, das ist uninteressant für euch :)

Ansonsten gibt es Momentan nicht viel zu berichten. Am Wochenende sind wir in KL, gehen bisschen feiern und tagsüber shoppen und eben in KL abhängen - also nichts Besonderes :)

Morgen geh ich vermutlich zur Thaimassage und darauf freu ich mich extrem, weil ich soo verspannt bin. Mal schauen ob die Thais da mehr drauf haben als die Deutschen :)

Ihr werdet, sobald ich wieder etwas Interessantes zu berichten habe, wieder von mir hören.

Bis dahin - fühlt euch gedrückt und geliebt,

Meike

Trip to Langkawi, work, daily life

10.10.2012 14:41

Hallo meine Lieben :)

Mir kommt es vor, als hätte ich ne Ewigkeit nicht geschrieben, obwohl es eigentlich "erst" n bisschen mehr als ne Woche her ist...

Wie versprochen erzähl ich euch nun erst mal von unserem Wochenendtrip auf Langkawi. Langkawi ist eine Insel vor der Nordwestküste Malaysias. Auch hierfür haben wir wieder einen Flug mit der wunderbaren Lowcostairline "AirAsia" gebucht, was jedes Mal aufs Neue ein großes Erlebnis ist :)

Wir sind am Freitagabend um 21.30 Uhr geflogen und waren dann gegen 23 Uhr auf der Insel. Nick, der derzeit in Penang ist, um sein Praktikum dort fortzuführen, hat dort schon in unserem wunderbaren Motel auf uns gewartet. Motel trifft es auch ziemlich genau... 3 Betten, dreckige Bettwäsche, Mosquitos, eine gefühlt 5 grad kalte Klimaanlage und eine Dusche im Bad, die gar keine Dusche war, sodass nach dem 3 Leute geduscht haben, das ganze Bad unter Wasser stand. Naja, aber was will man für 7 Euro die Nacht inklusive Frühstück auch erwarten? Ach so, auf das Frühstück muss ich nachher unbedingt nochmal eingehen... Aber immer schön der Reihe nach :)

Nick war jedenfalls schon leicht in Partystimmung als wir angekommen sind, da er schon den ganzen Abend in einer Strandbar verbracht hat, in der er 1 Franzosen, ein paar Schwedinnen, eine Thaibarkeeperin und 1 Dresdner und ne Berlinerin kennengelernt hat. Kevin und ich haben uns dann nur kurz umgezogen und sind dann wieder zurück in die Strandbar :) Diese war einfach richtig, richtig chillig. Baumstämme, Reaggemusik, NUR Europäer, leckere Cocktails und einfach ne richtig lässige Atmosphäre - und halt einfach DIREKT am Strand, sodass man auch das Rauschen des Meeres hören konnte.  

Somit haben wir den Freitagabend trotz einer wahnsinnig stressigen Arbeitswoche und der "Reise" noch sehr gut ausklingeln lassen können...

Am Samstagmorgen sind wir dann gegen 8 Uhr aufgestanden, bzw. wurden wir schon nach 2 Stunden Schlaf von einem Gebets-Chor und einem Hahn geweckt, sodass das Motto für den Samstag mal wieder war: "SCHLAF IN MALAYSIA WIRD ÜBERBEWERTET!"

Die wunderbar erholsame Nacht wurde dann erst mal mit einem unfassbar leckerem Frühstück getoppt; nämlich Toastbrot, schwitzender Butter mit umkreisenden Fliegen, Marmelade die die Farbe wohl schon gewechselt hatte UND Rührei mit Mosquitos und ebenfalls Fliegen. YUMMI! :)

... Aber der Tag wird noch besser! Wir sind dann losgezogen, haben uns einen Roller gemietet und haben den kompletten Samstag die Insel auf eigene Faust erkundet. Roller, Kamera und ne Landkarte - das war alles was wir bei uns hatten - und es hat so unfassbar viel Spaß gemacht! Die Sonne hat gescheint, es war heiß, die frische Luft auf dem Roller hat mir ins Gesicht geblasen und ich hab mich einfach nur frei gefühlt...

Der Vorteil an dem Roller war, dass wir überall anhalten konnten, wo es schön aussah. Der Tag war also geprägt von diversen Stränden, Wasserfällen, der Skybridge on the top of Langkawi... und nicht zuletzt von einem wunderschönen Sonnenuntergang.

Die Bilder möchte ich euch nicht vorenthalten... :

 

... Am Samstagabend waren wir dann wieder in unserer "Stammstrandbar" und anschliessend noch in einem Club in der Stadt. Wir wurden dann gegen 5 Uhr von einem Einheimischen heimgefahren, nachdem ich ihn überredet hab, noch in Mc Donalds zu gehen - ganz wie in Deutschland :)

Am Sonntag hat es dann leider fast den ganzen Tag geregnet... Wir wurden quasi schon vom Regen geweckt, haben dann auch noch das wunderbare Frühstück verpasst, weil wir "verschlafen" haben und sind dann den ganzen Tag in irgendwelchen Malls, am Strand oder in Kneipen abgehangen.

Unser Flug ging total spät, waren Sonntagabend dann erst um 01.30 Uhr zu Hause, was mir den Montag natürlich extrem erschwert hat. Aber wie war das noch gleich? Achso, ja, Schlaf wird überbewertet.

Das Wochenende war insgesamt wunderschön, ich kann die Insel Langkawi nur  empfehlen, weil es neben wunderschönen Stränden auch eine ganz andere Seite gibt - nämlich viel Natur, Wasserfälle und die Skybridge.

 

So, nun möchte ich euch noch kurz von der Arbeit berichten. Seit ungefähr 2, fast schon 3 Wochen bin ich quasi voll in der Einarbeitungsphase - ich habe diverse Projekte, assistiere meinen Chef in allen Dingen so gut es geht, verwalte seine Inbox, in der täglich ca. 150 Mails erscheinen, bearbeite diese, mach mich mit den Themen vertraut und bin gleichzeitig noch an diversen Preislistenkalkulationen, was eigentlich die meiste Zeit meines Tages beansprucht. Es ist wenn ich ehrlich bin wahnsinnig stressig, eine extrem große Herausforderung, weil einfach fast jedes dieser Themen sehr komplex und komplett neu für mich ist, ich viel mit Excelformeln arbeite, wovor ich mich bisher immer gedrückt habe und nun sollte ich mich auch mit Access vertraut machen. Was mir extrem gefällt und auch ein kompletter Unterschied zu Deutschland ist: Ich habe so viel Verantwortung - gleich von Anfang an. Mein Chef zweifelt nicht an Dingen, die ich tue, an Mails, die ich an den Vorstand verfasse, etc. Und das gefällt mir und gibt mir - neben dem Gefühl des Drucks, natürlich auch Selbstsicherheit.

Hinzu kommt natürlich, dass plötzlich alles auf Englisch ist. Die englische Sprache bereitet mir bisher relativ wenig Schwierigkeiten... Bei komplexen Themen, die ich nicht mal auf Deutsch verstehe, ist es natürlich echt beschissen. Da bin ich dann auch schon des Öfteren mal verzweifelt... Aber ansonsten ist es irgendwie total normal, plötzlich nur noch englische Mails zu erhalten, das Telefonieren wird auch immer unkomplizierter und der Smalltalk klappt echt schon fast perfekt :) Ich liebe es einfach ständig neue Vokabeln zu lernen, immer flüssiger zu reden und ich bin dann während des Gesprächs teilweise sogar selbst stolz auf mich, wie gut dass sich angehört hat :-P

Was mich extrem stresst und nervt - ich habe NOCH IMMER kein Visum. Und bevor dieses Visum nicht kommt, kann ich auch keinen Gehalt beziehen. Das nervt extrem!

Aber nichts desto trotz, Stress hin oder her - ich wollte eine Herausforderung - die hab ich bekommen, ich hab meistens extrem viel Spaß und werde glaube ich noch mehr Spaß haben, wenn ich erstmal komplett selbständig arbeiten kann und tiefer in den Themen drin bin.

Mein Arbeitstag endet zur Zeit nicht vor 19 Uhr - eben weil ich  mich in so viele Dinge noch einarbeiten muss und alles noch ein bisschen länger geht... Aber ich liebe den Stress. Ich laufe ausm Geschäft raus und fühl mich gut, weil ich weiß, dass ich was bewirken konnte, dass ich den Tag für viele Menschen ein bisschen besser machen konnte und ich für mich einfach jeden Tag sagen kann: "Wow, das alles habe ich heute geschafft und gelernt.."

Und schließlich darf ich auch nicht vergessen, dass ich hier bin um Karriere zu machen und nicht um zu chillen :)

Dieses Wochenende steht mein vorerst letzter Trip an - Bangkok. Eine Stadt, auf die ich mich wahnsinnig freue und an die ich unglaublich hohe Erwartungen habe.

Natüüüürlich werde ich auch davon wieder berichten und entsprechend Bilder dazu hochladen.

Ich hoffe es geht euch gut und dass ihr in Deutschland noch nicht erfroren seid bei der Kälte die da zur Zeit herrscht.

In diesem Sinne - ich schicke euch Wärme, Küsse und umarme euch!

Meike

H.O.M.E.

30.09.2012 10:46

Hallo meine Lieben,

wie versprochen möchte ich euch heute mal ein bisschen durch meine Wohnung und deren Außenanlage führen.

Beginnen wir mit der Wohnung... Die "Verve Suites", der Name der Wohnanlage, besteht aus 3 Blöcken (A-C). Jeder Block hat einen eigenen Namen und ein eigenes Design.

Ich wohne im Block C - dem VOUGE Tower, welcher das Konzept "The Concentrico" verfolgt. (was es damit auf sich hat, werde ich nachher erklären..)

Innerhalb dieses Konzepts, gibt es veerschiede Arten von Wohnungen. Meine Wohnung heißt "Cosmo Groove" und sieht folgendermaßen aus:

Mein Wohnzimmer:

Die Küche:

Das Schlafzimmer:

Zwischengang Wohnzimmer - Schlafzimmer:

Das Bad:

Die wohl tollste Regendusche der Welt:

Von der Dusche kann man ins Schlafzimmer schauen und umgekehrt, oder den Rollo runterlassen. Richtig cool :)

 

Ich liebe meine Wohnung! Ich liebe die Farben, die Ausführung, einfach alles..

So, nun zum Außenbereich. Ich fange mal an mit dem Rooftop des VOUGE Towers, also in dem ich wohne. Wie ich vorher schon erwähnt hatte, ist dieser Block nach dem Design "The Concentrico" gebaut. Auf dem Rooftop befindet sich der sogenannte "Garden of Concentrico", also wie eine Art Dschungel. Hier die Bilder:

 

 

Hängematten zum Relaxen...

Ne Küche mit Herd und einem großen Tisch - darf man benutzen wann immer man will, wenn man zB mal Gäste hat (dafür ist meine Wohnung nämlich zu klein :) )

Und hier das Fitness Studio im Wasser:

 

Nun komme ich zum Block A, dem VIVA Tower. Dieser ist nach dem "The Vertigo" Konzept gebaut. Hier befindet sich die Skylounge, in welcher man freies WLAN hat, Tischfußball spielen kann oder einfach nur aufm Sofa chillen und die Aussicht KL's genießen kann:

Auf diesem Rooftop befindet sich außerdem das Fitnessstudio mit Blick auf KL und ein Jacuzzi den man wann immer man will benutzen kann.

Die Aussicht auf der Außenfläche sieht soooo schön aus, vor allem nachts:

 

Dieser Tower bestitz außerdem noch 2 Kino's - einmal ein Normales:

#

Und einmal ein Open - Air Kino:

 

So, nun zum Tower B, dem VIBE Tower - mein persönlicher Lieblingstower. Warum? Weil er den wohl besten Infinity Pool hat, den ich je gesehen habe...:

Wie ihr sehen könnt sind rechts noch wie ne Art Liegen mit total bequemen Sitzsäcken drauf... Das ist im 27. Stock und die Aussicht und das Feeling ist einfach nur der Hammer..

 

Die beiden anderen Pools sind zwischen den verschiedenen Towern verteilt und auch echt schön, aber halt nicht auf dem Rooftop :) #

Hier ein paar Bilder:

Und nun noch zum Schluß das Logo von den Verve Suites:

 

Und ich vor meiner Wohnung, C - 8 - 3: (Ja, mein Ansatz ist schrecklich, ich weiß. Ich überlege demnächst zum Frisör zu gehen.)

So, das war's mit der Wohnungsführung :) Wie ihr seht geht es mir hier wirklich gut und ich habe eigentlich alles was man braucht und noch mehr. All diese Attraktionen sind kostenlos und dürfen immer benutzt werden. Hier in den Verve Suites wohnen eigentlich fast nur Europäer, ich sehe kaum Asiaten hier. Das sind dann hauptsächlich Expats - also langweilig wird mir hier auch nicht. Teilweise feiern die nachts stundenlange Partys am Pool, richtig chillig :)

Ich hoffe euch geht es gut - nur noch 2 1/2 Monate bis zum ersten Wiedersehen :-*

Muzzi

 

 

 

 

 

1 Night in Singapore

25.09.2012 07:15

Hallo meine Lieben,

es ist mal wieder „Blog – Zeit“… Dieses mal berichte ich euch von unserem Wochenendtrip nach Singapur. Ich probier das nun heute mal aus, dass ich auch ein paar Bilder dazu einfuege.. Allerdings sind diese teilweise sehr verzerrt hier, also am Besten ihr schaut euch die Bilder in Facebook, da sehen sie um einiges besser aus..

Wir sind am Freitagabend um 23 Uhr mit den Nachtzug gestartet, was schon eine komplett neue Erfahrung fuer mich war. Ich bin noch nie mit einem Nachtzug gefahren…Das sah ungefaehr aus wie auf einem Schiff, glaub ich. Jeder hatte eine eigene „Schlafkabine“ mit einem Bett und ner Decke. Irgendwie fand ich das richtig cool… Wir sind dann die ganze Nacht durchgefahren und um 06.35 Uhr in Singapur angekommen. Die Fahrt war eigentlich relativ chillig, ausser dass es ueeeeeeeebelst gewackelt und geknarrt hat. Und das Klo war auch ne einmalige Erfahrung; ein Stehklo das halb unter Wasser stand, da sich die Asiaten ja immer abspritzen muessen… Und ja, Stehklo + Wackelzug = totales Chaos wuerde ich mal sagen. Da kam ich dann auch mal an meine Balance-Grenzen.. :D

Wie auch immer – in Singapur angekommen sind wir dann kurz ins Hostel gefahren, um einzuchecken und noch ne andere Studentin, die ihr Auslandssemester gerade in Vietnam macht, abzuholen. Unser Hostel war direkt in Chinatown. Es war relativ einfach, was Hostels ja auch so an sich haben, aber trotzdem das wohl beste Hostel, in dem ich je war.

Wir hatten ein 6 – er Zimmer mit jeweils 3 Hochbetten. Das Zimmer war total sauber und gepflegt. Das Personal war richtig, richtig nett und hilfsbereit und wir hatten sogar freies WLAN… Nachdem wir uns dann kurz umgezogen und frisch gemacht haben, ging es los mit unserer Sightseeing – Tour. Wir haben erst Chinatown unsicher gemacht, sind dann ein bisschen durch die Stadt gelaufen, u.a. an der Formel 1 Strecke vorbei (an diesem Wochenende war naemlich Formel 1 in Singapur) und danach zum Marina Bay Sands Hotel, worauf ich mich am meisten gefreut hatte.

Das Hotel ist einfach unbeschreiblich… Wahnsinn. Also eins ist sicher, in den 2 Jahren in denen ich noch hier sein werde, goenne ich mir definitiv 1 Nacht darin. Auf dem Rooftop des Hotels befindet sich ein Infinity Pool von welchem man den Blick auf Singapur geniessen kann… Das Hotel grenzt an eine unglaublich schoene Shooping Mall und an ein Casino, welches als teuerstes, alleinstehendes Casino der Welt gilt.

Ziemlich upper – class dort alles. Das war fuer mich persoenlich DIE Attraktion in Singapur, ich habe selten so etwas Schoenes gesehen.

Danach sind wir nach Little India gefahren und haben uns dort ein paar Tempel angeschaut und zum ersten Mal indisch gegessen. Das heisst, dass das Essen auf einem Bananenblatt serviert wird und man eigentlich mit den Fingern isst… Was ich nicht getan habe, hihi.

Aber ich war absolut ueberrascht von indischem Essen, mir hat es wahnsinnig gut geschmeckt.

Gegen Abend sind wir zurueck ins Hostel und haben uns dort Karten fuer die Nacht – Safari geholt, zu welcher wir dann gegen 19 Uhr gefahren sind.

Davon war ich ehrlich gesagt ein bisschen enttaeuscht… Wir waren zuerst in einer Art „Show“, bei der ich mir vorkam wie in einem Hotel beim Abendanimationsprogramm und danach sind wir mit einer „Tram“ durch den Wald gefahren und haben ein paar Tiere gesehen. Loewen, Elefanten, Rehe, Hyaenen, Baeren, Fuechse… Da war alles dabei. Teilweise waren die Tiere richtig nah an der Tram und es gab schon ein, zwei Momente in denen ich dachte: „Woooow..“ aber im Grossen und Ganzen wuerde ich die Nacht-Safari fuer 45 SGD nicht weiterempfehlen.

(Kann auch daran liegen, dass ich mich an fuer Tiere einfach nicht so sehr begeistern kann und ich mit meinen Gedanken schon beim „Clubbing in Singapore“ war… hihi).

Nach der Nacht – Safari ging unser Abendprogramm in die zweite Runde: Marina Bay Sands by night und Abendessen.

Hach… Das Hotel bei Nacht war einfach noch achthundert Mal schoener als am Tag.

Ich haette stundenlang dastehen koennen…Aber da wir so ein straffes Abendprogramm hatten und es mittlerweile fast 23 Uhr war (!), mussten wir uns schnell auf den Weg machen um etwas Essbares zu finden. Wir waren dann in einem ziemlich noblen, italienischen Restaurant (sogar mit roten Stoffservietten), in welchem ich die beste Mozzarella-Rucola-Cocktailtomaten- Pizza meines Lebens gegessen habe…

Um 00 Uhr waren wir dann ENDLICH im Hostel und mussten natuerlich noch alle duschen und uns richten.

Alter, seit ich hier bin konnte ich mich noch kein einziges Mal in Ruhe richten. Das ist echt schlimm fuer mich, weil ich in Deutschland circa 2 – 3 Stunden dafuer einplane und mir das total Spass macht :D

Na gut, es hiess also ab in die Hostel Sammeldusche, anziehen, „stylen“. Ich hatte kein Foehn also musste ich mit nassen Haaren raus, herzlichen Glueckwunsch :D Obwohl ich nur fuer 1 Wochenende Klamotten dabei hatte, hab ich es natuerlich geschafft mich 3 mal umzuziehen.. Also manchmal weiss ich echt nicht was mit mir schief gelaufen ist :D Um 1 Uhr waren wir dann endlich  mal in einem Club… Als dort um halb 3 dann DJ – Wechsel war und die Musik danach so schlecht war, dass es gar nicht mehr ging, sind wir mit dem Taxi zum „Zouk – Club“ gefahren, der wohl bekannteste Club in Singapur und auch in KL. 28 SGD Eintritt fuer die Frauen, 35 SGD Eintritt fuer die Maenner. Ha, endlich mal ein Land in dem die Leute verstanden haben welches Geschlecht das Bessere ist :-)

Ja der Zouk – Club ging dann echt ganz gut ab, wobei mir da fast n bisschen zuuu viel Minimal lief. Der RnB Raum war, warum auch immer, nur fuer die Frauen kostenlos, die Maenner mussten fuer diesen nochmals extra Eintritt zahlen… Poor Guys :-P

Am Sonntagmorgen klingelte um 9 Uhr der Wecker… War wirklich angenehm, doch.

Um 11 Uhr haben wir dann ausgecheckt, ein richtig leckeres Baguette gegessen und sind dann los zum „Sightseeing – Tag 2“.

Wo wir gelandet sind koennt ihr auch ja denken… Natuerlich beim Marina Bay Sands Hotel. Dieses Mal sind wir aber fuer 20 SGD hoch auf die SkyLounge. Diese befindet sich auf der linken Haelfte des Hotels auf dem Rooftop. (Auf der rechten Seite ist der Skypark mit Infinity – Pool, zu welchem Besucher leider keinen Zutritt haben). An diesem Tag war einfach alles perfekt – keine Wolke am Himmel, 38 Grad, Lounge – Musik, Blick ueber das wundervolle Singapur und einen Drink aus einer echten Kokusnuss.

Die Skyline von Singapur ist die wohl Schoenste, die ich je gesehen habe. KL war schon schoen, aber Singapur hat einfach nochmal einen drauf gelegt.

Achso, was ich ganz vergessen habe zu erzaehlen… Meine Haut schaelt sich soooo sehr! Ihr erinnert euch an den Sonnenbrand, den ich mir auf den Phi Phi Inseln  geholt habe?

Alter Schwede, nun hab ich einen komplett verfleckten Ruecken, Schultern und Dekoltee. Wie das aussieht, soooo haesslich. Ich kann nur noch Sachen tragen bei denen man keine Haut sieht bzw. nur die Arme. Die Haut darunter ist WEISS und die andere Haut fast schwarz (ihr wisst ja wie braun ich immer bin)… Ich bin so arm, traurig und haesslich ^^

Also zurueck zu Singapur – nach unserem Marina Bay – Aufenthalt sind wir mit der S-Bahn zur „Orchard Street“ gefahren, eine ziemlich beruehmte Shoppingstrasse + Mall… Dort haben wir uuuuuuuuunfassbar lecker gegessen, oh mein Gott!

Ja und dann war’s das auch schon wieder – wir sind dann um 19 Uhr mit dem Bus wieder zurueck nach KL gefahren und um 1 Uhr war ich dann EEEEEEENDLICH im Bett. Zu meinem Glueck konnte ich dann irgendwie nicht einschlafen und als um 07.30 mein Wecker geklingelt hat, hab ich mich ernsthaft gefragt wie ich den Montag ueberstehen soll…

Alles in allem: Wunderbares Wochenende mit unbeschreiblichen Erlebnissen – Singapur wuerde ich definitiv jedem weiterempfehlen. Die Skyline, die Sauberkeit der Stadt, die Menschen und die Attraktionen machen sie zu einer der schoensten Staedte (bzw. viel mehr ist es ja eine Insel), in denen ich je war.

Kommendes Wochenende bin ich ausnahmsweise mal nicht unterwegs, bzw. eben „nur“ in KL.

Freitagabend wollen wir feiern gehen, da es der letzte Abend von Nick, dem anderen Praktikanten hier, ist. Am Samstagmorgen um 9 Uhr (Schon wieder so eine wundervolle Uhrzeit) kommen die Techniker zu mir, um mir das Internet zu installieren und die Kabel zu legen. Das wird bestimmt auch wieder ein Erlebnis, sicherlich werde ich die wieder kaum verstehen und danach trotzdem kein Internet haben. Ich bin gespannt!

Um 11 Uhr kommen dann die naechsten Techniker weil meine Sprechanlage nicht funktioniert und mein Bad nach Rohren stinkt. Ekelhaft, ich hoffe die koennen das Problem irgendwie beheben…

Am Samstagmittag wollen wir dann endlich mal die Pools auf dem Rooftop meiner Wohnung geniessen, eventuell bisschen ins Fitnessstudio gehen und abends dann auf die Bukit Bintang, die Strasse mit all den Clubs in KL… Fuer Sonntag ist bisher ausnahmsweise mal nichts geplant – wohl auch Urlaub auf dem Rooftop und evtl. bisschen shoppen gehen.

 Ach, noch ein ganz kurzer Bericht zu den Klimaanlagen hier... Anfangs hat mir das wirklich ueberhaupt nichts ausgemacht, ich sitze im Buero teilweise im Shirt da und mir ist warm... Aber ich habe langsam das Gefuehl dass es von Tag zu Tag kaelter wird. In Singapur wars ganz krass, die Busse und U-Bahnen hatten schaetzungsweise 15 Grad, sodass ich jedes Mal so im Bus gesessen bin:

Es ist langsam echt richtig anstrengend, ich habe seit 3 Wochen Halsweh und es wird nicht schlimmer und nicht besser. Ich haette lieber mal ne richtige Angina und dann gar nichts mehr, aber so ist das irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes.

Na ja :)

Ich bin am Freitag nun genau 4 Wochen weg und es kommt mir vor als seien es schon 3 Monate. Die Zeit hier vergeht echt wie im Flug, ich fuehle mich als wuerde ich schon ewig hier leben, ich laufe durch die Mall und die Verkaeuferinnen gruessen mich, ich sehe nach und nach den einen oder anderen Taxifahrer zum zweiten Mal und mein Leben hat hier einen richtigen Alltag, an den ich mich gewoehnen koennte.

In manchen Momenten bin ich so gluecklich, weil ich dann daran denke, dass es nur noch 2 Monate sind bis ich euch alle wiedersehen kann… Und noch gluecklicher bin ich, wenn ich daran denke, dass mich der ein oder andere bald besuchen kommt und ich das schoene Leben hier – zumindest fuer ein paar Tage – mit euch teilen kann.

In meinem naechsten Blog, den ich vermutlich am Wochenende schreiben werde, werde ich euch durch meine neue Wohnung und deren Aussenanlage fuehren :)

 

Kuesschen aus KL,

Meike

Phi Phi Inslands + 1. Nacht in der eigenen Wohnung

19.09.2012 11:01

Hallo meine Lieben,

 

mein Mittwochmorgen hat richtig wundervoll angefangen – wie jeden Morgen geht mein Emailprogramm nicht, heute ist es wohl allerdings ein groesseres Problem, weshalb ich nun auch Zeit habe, meinen Blog wieder auf den neusten Stand zu bringen.

 

Zuerst moechte ich euch von meinem Kurztrip nach Thailand, auf die Phi Phi Inseln erzaehlen.

Wir sind am Samstagmorgen ganz frueh vom Taxi abgeholt worden, welches uns zum LCCT (das ist der Low-cost Flughafen in KL) gebracht hat. Von dort aus sind wir mit AirAsia nach Phuket, Thailand geflogen. Der Flughafen war ziemlich, ziemlich verwirrend. Ueberall laufen voellig verstoerte Asiaten rum, es stinkt, es ist total kalt und der ganze Flughafen hat wohl nur eine einzige Anzeigetafel mit den Fluegen. Gott sei Dank hatten wir bereits online eingecheckt, sodass wir eigentlich nur noch durch die Passkontrolle mussten. Da der Flughafen aber wie gesagt so wahnsinnig verwirrend war, sind wir einfach mal durch die normale Sicherheitskontrolle gelaufen, obwohl wir nur Handgepaeck hatten. Das war dann mehr oder weniger umsonst und wir wurden von dem Sicherheitskontrolleur sehr dumm angeschaut ^^

Ja, um ca. 8 Uhr sind wir dann in Phuket gelandet… Die Wettervorhersage war ja nicht so berauschend – es war fuer alle 3 Tage starker Regen und Sturm angesagt.

So war es dann auch – wir laufen aus dem Flughafen in Phuket raus und alles was wir gesehen haben war Regen und Nebel. Nice J Dennoch waren wir weiterhin positiv eingestimmt – wir mussten ja noch 2 Stunden mit der Faehre auf die Insel fahren…

Wir wurden dann von einem Minibus abgeholt, welcher uns zum Hafen gebracht hat. Dort mussten wir dann noch 2 Stunden auf die Faehre warten…

Der erste Eindruck von Phuket war nicht gerade berauschend. Die Stadt an sich ist total dreckig, heruntergekommen und ausgestorben. Am Hafen waren total viele freilaufende Hunde und ich hab doch so Angst vor Hunden… L Und geregnet hat es einfach immer noch.

Gegen 11 Uhr kam dann endlich die Faehre und wir sind ca. 2 Stunden bis zu den Phi Phi Inseln gefahren. Der Himmel hat so langsam ein bisschen aufgezogen, aber es war noch immer stark bewoelkt und hat immer mal wieder getroepfelt… Trotz dessen hatte ich den ersten und wohl schlimmsten Sonnenbrand nach der Fahrt mit der Faehre. Ich verstehe bis heute nicht warum, es war wirklich stark bewoelkt, schwarze Wolken und keine Sonne.

… Trotzdem hatte ich den schmerzhaftesten Sonnenbrand in meinem Leben :D

Gegen Mittag sind wir dann endlich auf den Phi Phi Inseln angekommen… mittlerweile war der Himmel fast blau und es war schoen warm (schaetze so 30 Grad).

Unser Bungalow war am Longbeach – ein separater Strandabschnitt, auf den man vom Dorf aus nur mit einem Taxiboot hinkam. Ich bin echt froh, dass wir am Longbeach waren, der Strandabschnitt war einfach NOCHMAL schoener als die Phi Phi Inseln sowieso schon waren.

Wir waren dort fast allein, der Sand war weiss und so fein… und das Wasser war tuerkis. Einfach wie im Paradies. Der Moment, als wir aus dem Taxiboot ausgestiegen sind und den Strandabschnitt betreten haben… Unbeschreiblich!

Achso, ich hab ganz vergessen zu erzaehlen dass ich gleich mal ins Boot gefallen bin, weil ich ja immer alles alleine machen will. Kevin fragt mich noch: „Brauchst du Hilfe?“ Ich natuerlich: „Nee, selbst ist die Frau“…

Ich bin dann vom Wasser ins Boot gesprungen und natuerlich total ausgerutscht. Aua L

Den restlichen Samstag haben wir dann mehr oder weniger am Strand verbracht… Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefuehl in fast weissem Sand zu liegen, so fein als wuerde man auf Wolken schweben und dem Rauschen des Meeres zuzuhoeren... (An dieser Stelle solltet ihr die Bilder anschauen, um auch nur ansatzweise eine Vorstellung davon zu bekommen…)

Unser Bungalow war direkt am Meer. Wir hatten ein sehr grosses Zimmer mit Terrasse.

Das Fruehstueck, Mittag- und Abendessen konnte man bei direkter Strandlage und Blick auf das weite Meer geniessen.

Unser Samstagabend war dann eher etwas abenteuerlich… Wir hatten vor, das Dorf ein wenig zu erkunden, zu welchem man ja wie gesagt eigentlich nur mit dem Taxiboot gelangt. Wir wussten allerdings von einem Arbeitskollegen, dass es auch einen Weg durch den Wald gibt… und abenteuerlustig wie wir sind, wollten wir den Weg unbedingt erkunden.

Ich mit Sandalen, Kevin mit Sneakers – die besten Voraussetzungen fuer ein Erlebnis im Schlamm. Wir standen teilweise bis zum Knie im Schlamm, ueberall waren Baumstaemme die es zu ueberqueren galt und was dort fuer Tiere gehaust haben, war auch ein wenig beaengstigend.

Aber nichts desto trotz – es war ein wahnsinnig cooles Erlebnis und glich eigentlich schon einer Art Dschungeltour... Nach dem Waldabschnitt mussten wir noch ueber Felsen klettern, die direkt am Wasser waren. Richtig, richtig cool.

An dieser Stelle ein Herz fuer die Holzschaukel, die einfach mal in einer kleinen Bucht an einem Baum hing. Hallo? Davon hab ich immer getraeumt; Schaukeln in einer kleinen Bucht mit weisem Sand, direkt am Meer… Uaaaaah!

Nach gefuehlten 3 Stunden und 120kg Schlamm am Koerper sind wir dann im Dorf angekommen. Dort haben wir dann in einem Restaurant zu Abend gegessen. Na ja, jedenfalls haben wir es versucht… Da wir ja momentan September haben und in dieser Gegend eigentlich Regenzeit ist, war es mehr oder weniger klar, dass es irgendwann regnen wird…

Wir haben dann 3 Mal den Tisch gewechselt, bis es irgendwann so stark geregnet hat, dass wir uns komplett rein setzten mussten. Meine Pommes waren danach wohl eher Spaghetti und meine Cola wurde leider vom Sturm mitgenommen. War wohl nichts mit essen.

Wir sassen dann komplett nass in einer auf 17 Grad runtergekuehlten Hotellobby und bemitleideten uns selbst. Hahaha… Und es hat einfach immer und immer staerker geregnet. Der Wind rauschte so laut, dass es sich anghoert hat wie in diversen Horrorfilmen die ich mir irgendwann mal angeschaut hab. Mein einziger Gedanke war: „Wie kommen wir zurueck an Longbeach?“ … Denn die Boote durften bei dem Wetter nicht mehr fahren. Die Wellen waren so hoch, dass ich kurzzeitig Angst hatte, dass das Dorf ueberflutet wird…  An dieser Stelle durften wir das unglaublich kompetente Englisch der Thailaender kennenlernen.

Wir haben im Hotel nachgefragt, ob es noch  moeglich sei an Longbeach zu gelangen bzw. was sie uns nun raten wuerden zu tun.

Die Konversation sah dann ungefaehr so aus:

Wir: „Is it dangerous to get back to Longbeach by boat?“

Er: “Have boat, have boat. Buy boat?”

Wir: “No…is it possible to get back to Longbeach or do we have to stay in a hotel around here?”

Er: “Big wave, big wave…15 Minutes, buy boat, buy boat”

Hahahah… und das ganze hat er dann noch mit einem riesen Grinsen auf dem Gesicht gesagt, dass ich sogar erkennen konnte dass seine wunderschoene Zahnspange gruene Gummis hatte. Somit wussten wir dann auch, dass er vermutlich an einem Ueberbiss litt. Nennt man das so? Also ich meine wenn der obere Kiefer weiter vorne ist als der Untere? Whatever…

Wir haben nach dieser kompetenten Auskunft dann beschlossen das auf eigene Faust anzugehen und sind dann im Regen losgerannt, um zum Hafen zu gelangen. Unbeschreiblich, was fuer grosse Pfuetzen nach 30 Minuten Monsunregen entstehen…Da haette ich beinahe darin baden koennen.

Am Hafen angekommen (es war stockdunkel, hat geregnet und dadurch, dass wir komplett nass waren, wurde es so langsam auch echt kalt…) haben wir dann noch ein einziges Boot gefunden, welches von einem „Taxibootfahrer“ besetzt war.

Gleiches Vergnuegen bei der Konversation:

Wir: „Is it possible to get back to Longbeach by Boat?“

Er: “Yes my friend, yes… Bring you to a beach before Longbeach… Longbeach waves are too high, it’s not possible”

Aha.. ich hatte dann schon echt Angst. Er wollte uns damit sagen, dass er uns bis zu einem bestimmten Strandabschnitt bringen kann, uns allerdings nicht direkt beim Longbeach rauslassen kann, da dort die Wellen viel zu hoch sind und dort keine Boote mehr fahren duerfen. Okay, wir sind dann einfach eingestiegen – no risk, no fun.

Also sassen wir in einem Miniboot, es war dunkel, er Typ hat absolut nicht gesehen wohin er faehrt, ich war nass, mir war kalt und ich hatte Angst… ich hatte zum ersten Mal seit ich hier bin wirklich Angst zu sterben :D

Jedenfalls hat er uns dann an dem besagten Strandabschnitt rausgelassen und wir mussten den Weg durch den Wald, von welchem wir uns geschworen hatten diesen nie wieder – und schon gar nicht im dunkeln – zu laufen, zurueckgehen. Der Schlamm war durch den Regen natuerlich noch hoeher, wir haben nichts gesehen (was vermutlich auch besser war, denn bei Feuchtigkeit und Naesse kommen ja noch mehr Tiere aus ihren Hoehlen) und ich wollte einfach nur noch heim zu meiner Mami. Aaaaaber als wir dann ENDLICH im Bungalow waren, war ich total froh das alles erlebt zu haben, weil es einfach einmalig und unvergesslich war. Und ueberlebt haben wir das auch.

Der Sonntag war dann mehr oder weniger recht gechillt… Morgens haben wir einen Halbtagesausflug zu diversen Inseln gemacht. Mit dem Speedboot sind wir los zum Monkeybeach (dort sind einfach nur Affen, die zB dein Getraenk nehmen, leer trinken und dir dann zurueckgeben), dann zum Maya Bay Beach (das ist der Strand, an dem der Film „The Beach“ gedreht wurde – Wahnsinn wie beeindruckend das war, vor allem weil ich das alles mit dem Film in Verbindung bringen konnte) und zuletzt hatten wir noch 2 Stopps zum Schnorcheln. Das Schnorcheln fand ich damals in Aegypten fast besser, weil man dort auch Korallenriffe gesehen hat. Diesmal hat man eigentlich nur Fische gesehen, aber das war auch schon echt cool. Bunte Fische, spitze Fische, runde Fische… und manchmal kam ein ganzer Schwarm auf dich zu; so nah, dass sie dich teilweise beruehrt hatten.

Mittags war das Wetter dann wieder beschissen, es hat geregnet und war windig… Wir haben dann beschlossen eine Thaimassage zu nehmen. Ich war ja erst skeptisch, weil ich nach wie vor einen krassen Sonnenbrand hatte, der einfach bei jeder Bewegung unglaublich weh tat.

Wir haben uns dann, aufgrund des attraktiven Preises, doch dafuer entschieden, was ich nach 5 von 60 Minuten schon wieder bereut hatte. Die Thaifrau hat meinen Ruecken zwar echt gut massiert, aber dadurch dass ich so heftigen Sonnenbrand hatte, hat sich das angefuehlt, als wuerde sie 1249 Messer in meinen Ruecken rammen. Ich hatte soooooo grosse Schmerzen… Und sie immer: „Are you okay?“ – „Hmm yeeeeeeeeeeeeees“ Autsch.

Kevin und ich haben uns nur immer angeschaut und wir konnten gegenseitig erkennen durch welche Schmerzen wir gerade gingen. Haha – aber auch ein Erlebnis wert!

Am Montagmorgen sind wir dann mit der Faehre zurueckgefahren… Wir haben uns, da das Wetter noch ganz gut aussah, vorne aufs Deck gelegt… Was im Nachhinein wirklich ein Fehler war. Nach und nach wurde der Himmel immer schwaerzer und irgendwann war nur noch eine kohlrabenschwarze Wolke vor uns, die einem Weltuntergang glich…

Faul wie wir sind, kamen wir natuerlich nicht auf die Idee, unser Zeug zu packen und in die Kabine zu gehen, obwohl wir wussten, dass wir gleich in ein richtig heftiges Unwetter kommen wuerden. Das ging dann auch schneller als erwartet… Auf einmal hat es so sehr gestuermt und geregnet, sowas hab ich noch nie erlebt. Ich wollte aufstehen und es hat mich direkt wieder umgehauen, direkt gegen die Bande der Faehre. Ich hatte kurzzeitig Angst, von der Faehre geweht zu werden, weil der Wind einfach staerker war als ich. Mein Haarband, meine Sonnenbrille – alles hat es weggeweht… Ich konnte meinen Koffer gerade noch so halten, sonst waer auch dieser, mit all den Klamotten, Reiseunterlagen etc. ins Wasser gefallen.

Das hier im Blog jetzt zu beschreiben ist richtig schwierig, aber ich denke wenn ich es mit der Titanic vergleiche, kommt das schon ganz nah. Der Himmel war schwarz, es hat so sehr geregnet, dass es auf der Haut weh tat, ich war nass, die Schminke ist mir vom Gesicht gelaufen und es hat gestuermt, dass wir unsere eigenen Worte nicht mehr verstanden haben… Klar war, dass es so nicht moeglich war, in die Kabine zu kommen… also mussten wir noch ca. 3 Minuten auf dem Deck verbringen (und 3 Minuten koennen bei solch einem Wetter sehr lange sein), ich hab mich an der Bande festgekrallt und hatte nach und nach einfach keine Kraft mehr, meinen Koffer, meine Handtasche und auch mich irgendwie auf der Faehre zu halten. Irgendwie haben wir es dann geschafft in die Kabine zu gelangen und auch hier; einfach nur Titanicfeeling. Wir waren nass, das Wasser tropfte von meinen Haaren und ich war ausser Puste. Dazu war mir kalt… meine Lippen waren blau, ich hatte Gaensehaut und zu unserem Glueck war in der Kabine auch noch die Klimaanlage an. Ich glaube ich hab in meinem Leben noch nie so gefroren und leider konnten wir nicht mal die Klamotten wechseln, weil nicht nur der Koffer durchnaesst war, sondern auch die Sachen in unserem Koffer. Ein Glueck, dass sie unsere Boardingpaesse am Flughafen noch angenommen haben. 

Und mein iPhone und die Kamera hab ich auch gerettet, das war das Wichtigste J

Ja, auch dieses Erlebnis war im Nachhinein einfach total toll. So krass was ich hier erlebe; Dinge, von denen ich es nie gedacht hatte. Und zum Glueck ist ja alles gut gegangen – auch wenn es fuer ein paar Minuten nicht danach aussah.

 

Fazit des Wochenendes: Phuket ist haesslich, Phi Phi Island dafuer umso schoener – kaum zu beschreiben was fuer Eindruecke das waren und wirklich, wirklich nur zu empfehlen.

 

Am Dienstag, also gestern, ging es dann gleich weiter mit der Action – um 13 Uhr war die Schluesseluebergabe fuer meine Wohnung. Soweit hat alles gut geklappt, ausser dass es eben n bisschen stressig war, weil ich danach wieder zurueck zur Arbeit musste…

Wir haben dann noch bis 18.30 Uhr gearbeitet und dann die grosse Umzugsaktion gestartet:

Barbara, eine Arbeitskollegin, war so lieb und hat die Umzugsfirma gespielt. Zuerst mussten wir die beiden riesen Kartons, die ich aus Deutschland hierher geschickt hatte, ins Auto bekommen. Dann sind wir zu meinem alten Apartment gefahren, ich musste sowas wie „Speed-packing“ machen, weil die anderen draussen auf mich gewartet haben. Uebrigens komm ich vielleicht ins Guinessbuch der Rekorde; ich habe in 15 Minuten alles gepackt und bekomme zudem noch den Preis fuer die Frau mit dem meisten Gepaeck. Alter, 2 Kartons, die allein den Kofferraum gefuellt haben, ein 32 kg schwerer Koffer, der die Rueckbank belagert hat, 15 kg schweres Handgepaeck, 2 befuellte Handtaschen und 3 Plastiktueten. Das Auto war voll und ich auch – voll von schlechtem Gewissen, weil Barbara, Nick und Kevin miterleben mussten, wie viel Zeug ich eigentlich habe und wie schwer das Ganze ist.

Na ja, so bin ich halt. Ohne meine Klamotten und meine Schuhe geht hier gar nichts!

Und dann war es soweit – ich war gegen 21.30 Uhr, nachdem wir noch lecker essen waren – allein in meiner 1. eigenen Wohnung, 12.000 km von zu Hause weg.

Eigentlich war das Gefuehl ganz cool, weil die Wohnung halt echt einfach nur der Hammer ist… Das Komische daran war nur, dass ich kein Internet habe (noch nicht). Ich hab mich wirklich von der Aussenwelt abgeschottet gefuehlt. Mein iPhone war nicht zu gebrauchen, mein Laptop war nicht zu gebrauchen, also hab ich beschlossen einfach mal anzufangen meine Sachen auszupacken. Was ich ziemlich schnell feststellen musste: Mein Kleiderschrank ist zu klein, obwohl dieser echt gross ist. Coole Sache. Ich muss unbedingt aussortieren und Klamotten entsorgen. Unglaublich was ich fuer Schwachsinn hierher mitgenommen habe.

Wie kann man nur 43 (!) paar Schuhe mitnehmen, wenn ich gerade mal 13 davon noch anziehe? Dumm, dumm, dumm.

Na ja, es wird wohl noch eine Weile dauern bis ich meinen Schrank eingeraeumt habe und das ganze Zeug verstaut habe… Dadurch, dass ich immer erst gegen 22 Uhr nach Hause komme, ist das auch schwierig. Ich werde in den kommenden Wochen mal ein paar Bilder hochladen… ich lieeeeeeeeeebe meine Wohnung einfach so sehr!

Ja, die 1. Nacht allein war eigentlich ganz okay. Ich hab’s mir ehrlich gesagt schlimmer vorgestellt. Klar, ich hab die ganze Zeit Geraeusche gehoert, hab getraeumt dass mein Vermieter in die Wohnung eingebrochen hat und die Klimaanlage war auch n bisschen strange, weil ich einfach nicht gerafft hab, wie man den Timer ausstellt.

Aber sonst war’s chillig… Und aufzuwachen und Blick ueber KL City zu haben ist doch auch ganz nice, oder? Dasselbe gilt fuer’s Duschen.

Heute Abend geh ich erstmal einkaufen, ich waer naemlich fast verdurstet gestern Abend. Habe gar nicht daran gedacht, dass mein Kuehlschrank ja leer ist und ich rein gar nichts zum Trinken hatte. Ich hatte so Durst, dass ich sogar Leitungswasser getrunken habe, was hier ja nicht so zu empfehlen ist. Aber mein Magen ist glaub abgehaertet, bzw. hab ich jetzt schon n „Asia-stomach“, Hihi J

 

Kommendes Wochenende fahren wir Freitagabend mit dem Nachtzug nach Singapur, wo ich dann auch bis Sonntagabend bleiben werde. Naechste Woche erstatte ich dann den naechsten Bericht ueber die Stadt, worauf ich mich schon total freue…

 

Ihr fehlt hier sehr!

Liebe nach Deutschland :*

How life goes in KL

12.09.2012 15:57

Hallo meine Lieben,

nun ist es schon wieder ein paar Tage her als ich das letzte Mal geschrieben habe… Viel Aussergewoehnliches habe ich seither nicht erlebt, trotz dessen moechte ich euch ein wenig an meinem – fast schon Alltag - teilhaben lassen…

Mein zweites, oder mehr oder weniger erstes, richtiges Wochenende in KL war recht erfolgreich, wuerde ich sagen.

Am Freitag habe ich mich direkt nach der Arbeit mit meinem Makler getroffen und den Mietvertrag fuer meine Suite unterschrieben – check!

Danach wollten wir eigentlich nur was Kleines essen gehen – allerdings sind wir dann von der Happy Hour ueberrumpelt worden und als wir erfahren haben dass diese auch noch fuer Mojitos gilt, sind wir lange, sehr lange im „Solded Out“, Bar, Restaurant und Grill, im Stadtteil von Mont Kiara verhockt… Danach war es dann schon so spaet, dass es sich nicht mehr gelohnt haette heimzugehen und zu duschen, deshalb sind wir direkt weitergezogen in eine Bar die sich „Hangover“ schimpfte. Dort hatten wir – wie der Name schon sagt – mehr oder weniger sehr viel Spass...

Am Samstag sind wir sehr frueh morgens los zum Sightseeing. Auf dem Programm stand Chinatown und die Petronas Towers inkl. Skybridge.

Abends sind wir dann mit ein paar Arbeitskollegen in die Skybar gegangen, welche sich in einem Hotel („Traders Hotel“) ein paar Meter weiter der Petronas befindet. Die Skybar ist einfach beeindruckend… Sie befindet sich im obersten Stock des Hotels, hat einen riesen Pool und einen Spabereich.

Die Preise fuer die Getraenke sind waehrend der Happy Hour relativ in Ordnung. Man hat von der Bar aus den direkten Blick auf die Petronas und dieser ist nachts einfach nur unbeschreiblich. Gegen Mitternacht sind wir dann weitergezogen in die „Jalan Butik Bintang“ (eine ewig lange Strasse mit einem Club am anderen)… Vergleichen koennt ihr das ungefaehr mit der Theodor-Heuss in Stuttgart.

Das Nachtleben in KL ist… wie soll ich sagen… ueberhaupt nicht, wie erwartet?

Ich habe einfach in jedem Reisefuehrer gelesen, dass sowohl Alkohol, feiern, als auch Mann & Frau zusammen in der Oeffentlichkeit nicht gern gesehen wird. In KL ist das einfach mal komplett anders. Club an Club, alle Menschen sind total locker, offen, betrunken… Mann und Frau in diversen Verfassungen – fast noch schlimmer als in Deutschland… Apropos Deutschland… Beim Weggehen fuehlt man sich einfach mal, als sei man in Europa. Ich wuerde sagen der Club war mit 80 % Europaern und 20 % Schlitzies besetzt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hab mich total wohl gefuehlt und werde mein Partyleben ungestoert fortfuehren koennen :D

 

Ja, ansonsten laeuft hier alles ganz chillig ab. Ich komme noch immer nicht mit der Zeitumstellung klar – wenn morgens um 07.45 Uhr mein Wecker klingelt (deutsche Zeit 01:45), fuehle ich mich einfach mal als haette ich 20 Minuten geschlafen.

Mein Arbeitstag sieht bisher noch recht ruhig aus – mein Chef ist seit 6 Tagen in Asien unterwegs und ich werde ihn erst am Freitag wieder sehen. Bisher hatten wir noch keine Zeit uns genauer ueber meine ersten Aufgaben zu unterhalten, daher geniesse ich bis Freitag noch mein „Lotterleben“.

Ich freue mich jeden Tag sooooo unglaublich auf die Mittagspause. Ich kann von Tag zu Tag nur NOCH mehr vom Essen hier schwaermen. Und fuer alle die dachten ich sei „schnaekisch“:

Ich probiere Alles – auch Dinge, die ich nicht kenne und noch nie gesehen habe. Ich esse ploetzlich jegliche Art von Fisch, Meeresfruechten, Gemuese…

Und irgendwie schmeckt alles gut!

Gestern hatte ich „Fried Squid“, also panierte Tintenfische mit Ei ueberbacken… LECKER :-)

Achso, hatte ich schon erwaehnt dass ich hier noch zum Starkoch werde? Da soll nochmal jemand sagen ich koenne nicht kochen… Also meine Mitbewohner leben noch und waren bisher auch immer begeistert von meinen Kochkuensten :-) Vor allem macht mir das Kochen ploetzlich soooo viel Spass!

 

Nun muss ich euch noch eine sehr witzige Eigenschaft der Malaien erzaehlen.

Schon an meinem 1. Arbeitstag hab ich mich gewundert, warum in der Toilette links an der Wand ein Schlauch haengt, so aehnlich wie in der Dusche. Dann ist mir des Oefteren aufgefallen, dass die Toiletten manchmal total nass sind – auf dem Boden und auf der Brille…

Heute hab ich mich endlich getraut, eine Arbeitskollegin zu fragen was das damit auf sich hat. Und jetzt ist es tatsaechlich so, dass den Malaien wohl kein Klopapier ausreicht, sprich sie spritzen sich zusaetzlich noch mit einem Wasserschlauch ab. Aeeeehm hallo? Wie soll das bitte funktionieren, ohne dass nachher die ganze Hose nass ist? Seitdem muss ich mich wirklich mit einem krassen Kopfkino rumschlagen und nach 4 Stunden denke ich noch immer darueber nach, wie das funktionieren soll. Na ja, jedenfalls weiss ich jetzt was Malaien 20 Minuten in einer Toilettenkabine so unternehmen – und ihr wisst es jetzt auch.

 

Hmmm nun noch ein paar negative Dinge zur Arbeitsweise in Malaysia…

Wie ihr wisst, bin ich ein sehr organisierter Mensch, der die Dinge meistens sehr schnell und zielstrebig erledigen will… Damit muss ich mich hier wohl ein wenig „zurueckhalten“.

Ich bin nun schon fast 2 Wochen hier – mein Email Account funktioniert nach 4 Tagen endlich, allerdings auch nur so halbwegs. Die IT hier arbeitet, wenn ich das mal so ausdruecken darf, wirklich im Schneckentempo. In Deutschland hat das alles seinen Ablauf – ein neuer Mitarbeiter tritt in das Unternehmen ein, dann wird 1. , 2. 3. , 4. usw. erledigt, bis der Mitarbeiter voll ausgestattet ist und mit seiner Arbeit beginnen kann.

Hier ist das alles ein wenig anders… Ich frage nun zum 8. Mal (!!!!) nach einer Maus fuer meinen Laptop, zum 4. Mal frage ich nach diversen Berechtigungen fuer bestimmte Ordner und Laufwerke… Ich kann noch immer nichts ausdrucken, weil mein Laptop auch nach 2 Wochen noch nicht mit dem Drucker verbunden ist und diese Liste koennte ich ewig fortfuehren.

Kurz gesagt, ich bin quasi Stammgast in der IT und wurde schon mehrere Male als „typisch Deutsch“ abgestempelt, weil ich anscheinend „alles sofort“ haben moechte.

Aha, interessant. Wenn ich hier nicht allem hinterher waere, wuerde ich ohne Laptop, ohne Maus und ohne Telefon dasitzen. Das ist so wunderbar – aber nun mal Teil der Kultur in Malaysia…

So laeuft das auch bei allen anderen Dingen ab. Es hiess, dass ich mir gleich am 1. Tag bitte ein Bankkonto eroeffnen solle, da ich ohne Bankkonto weder mein Gehalt erhalten kann, noch meinen Mietvertrag unterschreiben kann und auch viele andern Dinge ohne Bankkonto nicht akzeptiert werden.

Gestern habe ich zum 7. Mal nachgefragt, wie das denn nun ausschaut mit meinem Bankkonto… Nach dem 7. Mal habe ich dann erfahren dass fuer diesen Freitag VIELLEICHT (!) ein Fahrer organisiert wird, der mich zur Bank bringen wird und wieder abholt.

By the way, ich bin hier noch immer ohne Visum und wenn sich nicht bald etwas tut, muss ich Mitte November ausreisen, weil dann die 90-Tage-Frist abgelaufen ist :-D

Wie ihr seht, es ist unglaublich nervig einfach ALLEM hinterherzurennen, an alles zu denken und man kommt sich einfach auch irgendwann total dumm vor.

Aber ja ich will mich echt nicht beschweren. Das sind halt Dinge die man hinnehmen muss und mit Geduld betrachten sollte. Ich hab absolut keine Geduld – aber umso besser ist es, dass ich dies hier lernen kann – eine von vielen Eigenschaften die ich mir waehrend der Zeit hier aneigenen muss.

 

Alles in Allem geht’s mir echt gut! Wenn alles gut geht, zieh ich am 18. September in mein neues Reich und ich freu mich schon total das noch ein wenig zu dekorieren. Hier gibt es soooo tolle Dekolaeden und wie gesagt ist ja alles total billig. Bilder folgen dann… :-)

Apropos einkaufen… ich war gestern shoppen. Oh mein Gott, das hier ist einfach das Paradies fuer mich!

 

Ansonsten sind meine Reiseplaene fuer Sept. / Okt. nun auch schon mehr oder weniger in trockenen Tuechern. Kommendes Wochenende gehen wir nach Thailand auf die Phi Phi Inseln, das Wochenende darauf nach Singapur, Anfang Oktober auf die Insel Langkawi, anschliessend haben wir 2 Nights in Bangkok und das letzte Wochenende im Oktober gehen wir eventuell noch eine Dschungeltour machen.

Dann ist bereits November und es sind nur noch 1 ½ Monate bis zum Wiedersehen mit euch!

Vorfreude ist einfach die schoenste Freude...

 

Fuehlt euch gedrueckt, wir sehen uns schon ganz bald…

Now I’m definitely in love with Kuala Lumpur

04.09.2012 22:30

Hallo meine Lieben,

eigentlich wollte ich erst am Wochenende wieder schreiben, aber was ich heute erlebt habe, muss ich euch unbedingt mitteilen.

Ich hatte heute Mittag wie schon gestern erwaehnt meine Wohnungsbesichtigung.

War echt cool, ich durfte das sogar waehrend der Arbeitszeit machen.

Ich wurde von einer Frau abgeholt, ich weiss bis heute nicht wie sie heisst und was ihr Job ist, aber ich denke in Deutschland koennte man sie mit einer Maklerin vergleichen.

Das ganze hat mir die Assistentin meines Chefs organisiert.

Also wir sind dann wie gesagt nach Mont Kiara (Stadtteil von KL) gefahren, welches ca. 10 km von der Arbeit entfernt ist. (Fuer 10km braucht man hier in der Rushhour schon auch mal 40 Minuten…)

Ich weiss gar nicht wie und wo ich anfangen soll. Ich hab einfach noch nie in meinem ganzen Leben solch ein Luxus erlebt.

Das Zimmer ist komplett neu und dort hat noch nie jemand gewohnt. Es hat ne relativ grosse Kueche, ein Wohnzimmer mit Fernseher, eine Waschmaschine, ein Schlafzimmer mit einem 1,40 Bett und einem rieeeeeeeeeeesen Schrank und ein Badezimmer.

Hoert sich alles noch ziemlich normal an, aber ihr haettet sehen sollen, wie das Zimmer eingerichtet ist. Die Dusche grenzt direkt an das Aussenfenster des Condos, von welchem man 27 Stoecke nach unten schauen kann und den Blick ueber komplett KL hat. Also quasi eine Infinity-Dusche. Es ist unbeschreiblich einfach…

Diese Suite wuerde 2700 Ringgit kosten, also 675 Euro.

Danach haben sie mir die Suite fuer 2 Personen gezeigt und wollten mich dazu ueberreden, dass ich mich auf jeden Fall fuer diese entscheiden sollte, weil ich ja sicherlich oft Besuch aus Deutschland bekomme. Aber das waere einfach zu gross und zu viel des Guten fuer mich. 2 Baeder, 2 Schlafzimmer, ein riesengrosses, braunes Ledersofa und so weiter…!

Diese Suite wurde dann 3800 Ringgit kosten, also 950 Euro.

Es kommt aber einfach NOCH besser… Das Condo besitzt 6 Pools, davon sind 2 Infinity – Pools auf dem 32. Stock des Condos. Dazu kommt eine Spa – Area im obersten Stock mit Blick auf KL, eine riessen Freiflaeche zum Grillen und Feiern, ebenfalls auf dem obersten Stock, ein Tennisplatz, ein Fitnessstudio, indoor sowie unter Wasser, ein Jacuzzi und eine Sauna auf dem Rooftop, eine WLan und Chilloutarea, und und und…

Damit ihr euch das alles irgendwie bildlich vorstellen koennt, hab ich euch mal den Link des Condos eingefuegt. Das Ganze nennt sich Vende Suites.

Wenn ihr auf der Seite seid, muesst ihr ganz links „Mont Kiara“ anklicken, dann bekommt ihr ein Einblick davon, wo ich bald wohnen werde.

Das Condo in Mont Kiara hat 4 Blocks (Viva, Vibe, Vogue, Vox ) mit je 32 Stockwerken. Mir wurde zuerst die Suite fuer 1 Person gezeigt und anschliessend die fuer 2 Personen. Ich glaub das war der Block „Vox“ aber ich bin mir nicht mehr sicher. Man darf jedenfalls die Attraktionen aller 4 Blocks nutzen :-) Und das alles fuer den oben genannten Preis ist doch einfach wunderbar, oder?

www.vervesuites.com

Mont Kiara (das ganz linke)

Also fuer die, die mich besuchen kommen: Ihr braucht weder ein Hotel, noch muesst ihr an iregndwelche Straende reisen – ich hab ALL IN ONE und das auch noch umsonst. Ich nehm euch gerne auf, in meinem Wohnzimmer ist genug Platz und ich freue mich ueber jeden Besuch :)

KL ist echt nicht so wie ihr euch das alle vorgestellt habt.. Ich lebe hier im groessten Luxus und das einfach fuer fast keinen Cent! Ich geh jeden Mittag in einer Shoppingmall essen und bin fuer umgerechnet 4 Euro um ein richtig leckeres Mittagsgericht und einen frischgepressten Saft reicher.

Klamotten sind einfach der Hammer, ich war heute nach der Arbeit shoppen und hab einfach mal sooooo viele Schuhe gekauft. Das ist einfach besser als Spanien, Italien und alle Länder der Welt zusammen. Ich will hier so schnell echt nicht mehr weg.

Also, kommt ihr mich besuchen? Ich vermiiiiiiiiiiiiisse euch so sehr :-(

… Denn was bringt mir schon der tollste Luxus, wenn ich meine Liebsten nicht um mich habe?

Das Gute an an diesem Stadtteil Mont Kiara ist auch, dass dort fast nur Expats leben. Und dann gibt es wohl auch immer Condo-Parties etc. also genau das Richtige fuer mich :-)

Ja, das war so mein Tag. War schon echt alles total krass, in Deutschland hab ich noch nie so eine Wohnungsbesichtigung oder aehnliches  gehabt und jetzt bin ich gerade mal 4 Tage in KL und schon schau ich mir Luxuswohnungen an. Es war schon ne kleine Herausforderung fuer mich, das alles auf Englisch zu verstehen und auch zu antworten… Mit den Preisverhandlungen, dem ganzen Kram wie Miete, Strom, Internet…Aber so lernt man das denke ich am schnellsten.

Ich hab morgen nochmal ne Besichtigung, aber das eigentlich nur hoeflicherweise. Ich will die Wohnung in Mont Kiara unbedingt haben.

 

So nun noch ganz kurz zur Arbeit. Ich hatte heute ein Meeting mit meinem Chef und wir haben mal so ueber meine Aufgaben die naechsten zwei Jahre gesprochen.

Im Grossen und Ganzen werde ich 3 Bloecke verwalten:

  1. Stabstelle Assistenz meines Chefs

Ich soll die Inbox meines Chefs verwalten, sprich unwichtige Mails aussortieren, eventuell Mails beantworten, Mails verschieben, bzw. auf Wiedervorlage legen, Mails ausdrucken zur Besprechung mit ihm oder Mails archivieren. Mein Chef ist ziemlich viel unterwegs und meochte das deshalb auf mich uebertragen. Er meinte, dass allein die Einarbeitung in dieses Thema mindestens 8 Monate dauert, da es ziemlich schwer ist, so etwas zu entscheiden, ohne in der Thematik zu sein… Deshalb muss ich mich erst mal langsam an diversen Themen rantasten und ein Gefuehl dafuer bekommen.

Dann wird es meine Aufgabe sein, Events, Meetings und Produkttrainings bzw. Workshops inhaltlich zu organisieren, sprich Teilnehmer einladen, Agenden erstellen, Praesentationen fuer meinen Chef vorbereiten etc.

  1. Koordination und Schnittstelle fuer die sog. „Emerging Markets“

Emerging Markets sind in der Region Asia Pacific die Laender, in denen wir keine Tochtergesellschaft haben, sondern nur Vertriebsbueros mit  1 - 2 Mitarbeitern. Hier wird es meine Hauptaufgabe sein, diese Laender zu unterstuetzen und die Kommunikation dieser mit anderen Laendern zu koordinieren. Hier werde ich auch stark mit Tuttlingen zusammenarbeiten.

  1. Die SBA „Power Systems“

Hier werde ich, wenn ich mich einigermassen in Punkt 2. eingearbeitet habe und wieder ein bisschen Luft habe, die SBA, also die Produktgruppe Power Systems (Motoren) „uebernehmen“. Das heisst, ich soll bis in circa einem Jahr die Mitarbeiter der asiatischen Region schulen koennen und zusaetzlich Produkttrainings geben. Dazu gehoert dann auch das Reisen in alle anderen Laender der Region Asia Pacific.

Ausserdem soll ich ebenfalls wieder eine Schnittstelle zu Deutschland darstellen und alles rund um diese SBA koordinieren.

 

Fuer den Anfang ist das ganz schoen viel, aber ich bin total gespannt drauf und langweilig wird mir hier sicher auch nicht :-)

So meine Lieben, ich hoffe ihr hattet einen schoenen Tag… Bis bald :-)

Erster Arbeitstag

03.09.2012 17:26

Hallo meine Lieben.

 

Heute hatte ich meinen ersten Arbeitstag, von welchem ich euch gerne berichten wuerde.

Wir sind um 08:30 Uhr von einem Taxifahrer, der jeden Tag zur gleichen Zeit kommt, abgeholt worden. Zur Arbeit sind es ca. 10 Minuten Fahrtzeit, wenn der Verkehr mitmacht.

Das Buero von B.Braun befindet sich im Crown Penthouse. Ich mag den Namen total, irgendwie kommt man sich da wichtig vor :-)

Das Penthouse hat 20 Stoecke und dann noch einen Zusatzstock, auf welchem sich unser Buero befindet. Die Aussicht von dort oben ist, wenn sich der Smog ein wenig verzogen hat, echt schoen. Man sieht einfach die ganze Stadt :-)

Apropos Smog – ich weiss jetzt auch, woher dieser kommt. In Indonesien werden die ganzen Waelder verbrannt und der Rauch zieht dann praktisch bis zu uns nach KL…

Ja, zurueck zum Thema. Ansonsten ist das Buero auch echt schoen! Total modern und sauber. Und wir haben sogar richtige Klos! (Zur Info: In Malaysia ist es eigentlich ueblich, dass alle oeffentlichen Toiletten Stehklos sind. Ich war so froh als ich gesehen hab, dass das bei B.Braun nicht so ist :) )

Mein Arbeitsplatz ist echt ganz gemuetlich. Ich hab einen Eckschreibtisch, einen Laptop und ein eigenes Telefon.

Naja, Laptop ist relativ. Wie erwartet hat natuerlich nichts funktioniert, da die Asiaten nicht sooo schnell sind wie wir in Deutschland… Deshalb hatte ich auch den kompletten Montag keine Anmeldung, sodass ich eigentlich nur bei Kevin am Laptop sass und wir unsere Reiseplaene geschmiedet haben.

Zum Mittagessen sind wir zusammen mit Herr Eserman in die Einkaufsmall gegangen, die quasi mit dem Crown Penthouse verbunden ist. Ihr koennt euch nicht vorstellen wie viele verschiedene Moeglichkeiten man hat, dort etwas zu essen. Von Chinesisch, ueber Thailaendisch, Indisch, Japanisch, Italienisch, bis hin zu diversen Fastfoodketten gibt es dort wirklich alles was das Herz begehrt. (Auch das deutsche Herz!)

Wir haben uns schliesslich fuer chinesisches Essen entschieden, da wir ja auch offen fuer neue Kulturen sein wollen, ja ja :-)

Wie ihr ja wisst bin ich allgemein kein Fan von asiatischem Essen, aber das was ich dort gegessen habe, war ja mal der absolute Hammer.

Ich kann euch leider nicht mehr sagen wie das Gericht hiess, jedenfalls waren es Nudeln mit Shrimps und Meeresfruechten, ueberbacken mit Kaese in einer wahnsinnig leckeren Pfeffersauce.

Soviel zum Essen :-)

Was mich an meinem ersten Arbeitstag ein wenig geschockt hat, war folgendes:

Urspruenglich bin ich ja davon ausgegangen, dass ich mindestens bis November, wenn nicht sogar bis Weihnachten in meinem Company Apartment bleiben wuerde.

Mir wurde gleich morgens dann in einem Nebensatz beilaeufig mitgeteilt, dass ich noch bis Ende diesen Monats eine Wohnung finden muss, weil dann die naechste Praktikantin ins Company Apartment einzieht.

Baaam, schlag ins Gesicht. Na ja, ich hab das dann mal nicht so gross ueberbewertet und mich eben gleich bei ein paar Arbeitskollegen ueber Wohngegenden informiert.

Nun der neuste Stand der Dinge: Ich werde mir noch diese Woche, in einem sehr modernen, etwas teurerem Viertel (Mont Kiara) einige Condos anschauen. Ein Condo ist hier mehr oder weniger eine Wohnanlage mit sehr vielen einzelnen Wohnungen – von Einzelzimmern bis hin zu Suites, meistens sind es Hochhaueser. Dann gibt es fuer ein Condo jeweils ein Gemeinschaftspool…

Mir wurde empfohlen in ein solches Condo zu ziehen, da die wirklich 10 mal ueberwacht sind.

Um reinzukommen, muss man erst mal an einer Schranke mit 3 Securities vorbei. Danach muss man, um den Aufzug nutzen zu koennen, eine Stempelkarte dieses Condos besitzen. Dort stehen dann nochmal 2 Securities. Jede Wohnung ist dann nochmal mit einem Gitter und einer Tuer verriegelt. Also da kann selbst der kleinen Muzzi nichts passieren.

Und jetzt kommt so quasi die beste Nachricht dieses Blogs: Das Condo, in welchem ich vermutlich wohnen werde, besitzt einen Infinity-Pool auf dem Dach. Rooftop-Feelings. :)

Ich muss die Wohnung unbedingt bekommen. Das wuerde dann um die 3000 Ringgit (750 Euro) kosten, was fuer Kuala Lumpur etwa in der mittleren Preisklasse liegt.

Na ja, der Typ der mir das empfohlen hat meinte nur: „I know your salary, so you are able to live in such a upmarket Condo. “ Ha ha, oh man…

 

Also bis jetzt bin ich absolut positiv ueberrascht von den Asiaten. Die bei uns im Buero sind echt sooo locker und scherzen die ganze Zeit. Wir haben sogar ne Willkommensrunde bekommen, bei der alle 1000 mal erwaehnt haben, wie froh sie sind dass wir da sind…

Herr Eserman hat erzaehlt, dass alle Mitarbeiter von B.Braun, die fuer ein paar Jahre aus Deutschland nach KL gekommen sind, fuer immer dort geblieben sind. Und er war sich sicher, dass das bei mir auch der Fall sein wird. Haha :-)

 

Was ich in meinem ersten Blog noch vergessen habe zu erzaehlen; ich hab soooo viele Mueckenstiche. Meine ganzen Beine sind voll und es werden von Tag zu Tag mehr. Mein Mitbewohner meinte, dass die Dengue Muecken, also die, deren Infektion das sogenannte Dengue Fieber hervorrufen koennen, besonders ab Oktober, also in der Regenzeit, aktiv werden. Davor hab ich noch ein bisschen Angst…

 

So meine Lieben, wir haben nun 17:26 und ich mache mich gaaaaaanz langsam auf den Heimweg von der Arbeit.

 

Schoenen Abend euch allen und bis bald!

Meike

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